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Vermögensaufbau · Säule 3a

Säule 3a für Expats: der einfachste Steuergewinn der Schweiz

Die Säule 3a ist steuerlich abzugsfähiges Vorsorgesparen - zahlen Sie bis zu rund CHF 7'258 pro Jahr ein (Stand 2025), senken Sie Ihre Steuerrechnung und lassen Sie das Kapital wachsen. Als Fonds statt als Konto gehalten, ist sie einer der lohnendsten Schritte, die ein Expat machen kann.

  • Unabhängig
  • Kostenlose Beratung
  • Auf Expats zugeschnitten
Die Grundlagen

Was die Säule 3a ist

Die Säule 3a ist freiwilliges, steuerbegünstigtes privates Vorsorgesparen - die dritte Säule des Schweizer Systems -, bei dem jeder einbezahlte Franken Ihr steuerbares Einkommen senkt.

Das Schweizer Vorsorgesystem ruht auf drei Säulen: Staat (AHV/IV), berufliche Vorsorge (BVG) und private Vorsorge. Die Säule 3a ist der steuerbegünstigte Teil der privaten Ebene - ein persönliches Konto, das Sie selbst äufnen, mit strengen Limiten und grosszügiger Steuerbehandlung.

Stand 2025 können Angestellte mit Pensionskasse bis zu rund CHF 7'258 pro Jahr einzahlen. Selbstständige ohne Pensionskasse dürfen bis zu 20% des Nettoeinkommens einzahlen, begrenzt auf rund CHF 36'288 - einer der grössten Steuerabzüge im Schweizer System.

Das Geld ist bis rund fünf Jahre vor dem Rentenalter gesperrt. Die wichtigsten Ausnahmen: der Kauf des selbst bewohnten Eigenheims, der definitive Wegzug aus der Schweiz oder der Schritt in die Selbstständigkeit. Sie ergänzt Ihre Pensionskasse (2. Säule) - sie ersetzt sie nicht.

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Illustratives Bild · Ein Schweizer Säule-3a-Ausweis wird geprüft
Die Rechnung

Die zwei Gewinne: Steuern und Zinseszins

Die Säule 3a zahlt sich doppelt aus - ein Steuerabzug heute und Jahrzehnte an Zinseszinswachstum danach.

Der Steuerabzug ist der sofortige Gewinn: Ihr Beitrag geht direkt vom steuerbaren Einkommen ab. Grob gerechnet sparen Sie den Beitrag multipliziert mit Ihrem Grenzsteuersatz. In vielen städtischen Schweizer Kantonen liegt er bei einem typischen Expat-Lohn bei rund 25-35% - eine volle Einzahlung von CHF 7'258 kann also im selben Jahr CHF 1'800-2'500 Steuern sparen.

Der zweite Gewinn ist der Zinseszins. Liegt das Geld als Bargeld, wirft es fast nichts ab, und der Steuerabzug bleibt der einzige echte Vorteil. Ist es in einem Fonds angelegt, werden die über Jahrzehnte aufgezinsten Erträge typischerweise deutlich grösser als die Einzahlungen selbst.

Je früher und je konsequenter Sie einzahlen, desto stärker addieren sich beide Effekte. Ein ausgelassenes Jahr ist endgültig verloren - Beiträge in die Säule 3a lassen sich nicht nachzahlen, wie das bei manchen steuerbegünstigten Konten anderswo möglich ist.

Produktwahl

Konto-3a oder Fonds-3a

Ausser für den ganz kurzen Horizont schlägt eine Fonds-3a ein reines 3a-Konto in der Regel deutlich.

Ein 3a-Konto bei einer Bank wirft bei den üblichen Schweizer Zinsen fast nichts ab. Es passt zu Geld, von dem Sie wissen, dass Sie es in wenigen Jahren beziehen - etwa für einen Eigenheimkauf -, wo Sie sich Marktschwankungen nicht leisten können.

Eine Fonds-3a investiert in Aktien und Obligationen. Die erwartete langfristige Rendite ist deutlich höher, zum Preis grösserer kurzfristiger Schwankungen. Über 10-30 Jahre bemisst sich der Unterschied zwischen einer Konto-3a und einer gebührengünstigen Aktien-3a typischerweise in Zehntausenden von Franken.

Ein paar Punkte, auf die Sie achten sollten:

  • Gebühren - schauen Sie auf die Gesamtkostenquote (TER). Fintech-Anbieter für die Säule 3a führen Aktienfonds deutlich unter 0.5% p.a., was sich über die Jahre zu einem grossen Unterschied aufsummiert.
  • Mehrere 3a-Konten - viele Expats eröffnen mehrere 3a-Konten und zahlen abwechselnd darauf ein. Bei der Pensionierung können Sie sie in verschiedenen Steuerjahren beziehen und so die einmalige Bezugssteuer senken.
  • Währung und Allokation - eine global diversifizierte Aktienstrategie ist in der Regel vorzuziehen gegenüber einer reinen CHF-Anlage.

Wie Sie ein globales Aktienportfolio innerhalb oder ausserhalb der Säule 3a aufbauen, lesen Sie in unserem ETF-Guide.

Für Expats

Expats: Wegzug, Eigenheimkauf und der Einstieg

Die Säule 3a lohnt sich auch dann, wenn Sie vielleicht nicht für immer in der Schweiz bleiben.

Wenn Sie die Schweiz definitiv verlassen, können Sie das Guthaben beziehen. Es wird einmalig als Kapitalbezug besteuert - oft zu einem tiefen Satz, der vom Sitzkanton der 3a-Stiftung abhängt, was am Ende einen echten Unterschied ausmachen kann.

Sie können die Säule 3a auch für den Kauf Ihres Hauptwohnsitzes in der Schweiz einsetzen - entweder als Eigenkapital oder zur Amortisation einer Hypothek. Diese Flexibilität ist ein Grund, weshalb viele Expats die Säule 3a parallel zu einem Kaufplan aufbauen.

Für den Start eröffnen Sie eine 3a bei einer Bank, Versicherung oder einem Fintech. Als Faustregel: Bevorzugen Sie eine flexible Fonds-3a gegenüber einer 3a-Versicherungspolice (Mischung aus Lebensversicherung und Sparen), solange Sie die Bindung und die Kostenlast nicht vollständig durchschauen; eine versicherungsgebundene 3a lässt sich viel schwerer ändern oder kündigen.

US-Personen sollten sich beraten lassen, bevor sie eine Fonds-3a wählen - die US-Steuerregeln für Nicht-US-Fonds (PFIC) können viele ansonsten ausgezeichnete Produkte kompliziert oder teuer machen. Eine Konto-3a plus gezieltes US-taugliches Anlegen funktioniert oft besser. Zum grösseren Steuerbild lesen Sie unseren Guide zur Steueroptimierung.

Säule-3a-Rechner

Wie viel würde Ihnen die 3a sparen?

Bewegen Sie die Regler und sehen Sie die jährliche Steuerersparnis und wie eine Fonds-3a über die Zeit wachsen könnte.

Jährliche Steuerersparnis
~CHF 1'815
Gesamte Steuerersparnis
~CHF 36'290
Voraussichtliches 3a-Guthaben
~CHF 195'025

Sie sparen rund CHF 1'815/Jahr an Steuern und bauen in 20 Jahren etwa CHF 195'025 auf.

Nur indikativ, Stand 2025 - die tatsächliche Steuerersparnis hängt von Kanton und Einkommen ab.

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Für wen ist das?

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Häufig gefragt

Säule 3a - Ihre Fragen, beantwortet

Was ist die Säule 3a?

Sie ist freiwilliges, steuerlich abzugsfähiges privates Vorsorgesparen - die dritte Säule. Sie bestimmen jedes Jahr selbst, wie viel Sie bis zum gesetzlichen Maximum einzahlen, und der Betrag wird vom steuerbaren Einkommen abgezogen.

Wie viel darf ich in die Säule 3a einzahlen?

Stand 2025 können Angestellte mit Pensionskasse bis zu rund CHF 7'258 pro Jahr einzahlen. Selbstständige ohne Pensionskasse dürfen bis zu 20% des Einkommens einzahlen, begrenzt auf rund CHF 36'288.

Lohnt sich die Säule 3a, wenn ich die Schweiz vielleicht verlasse?

Für die meisten angestellten Expats ja. Sie erhalten den Steuerabzug heute und können das Guthaben beim definitiven Wegzug beziehen - oft zu einem tiefen einmaligen Steuersatz. Ein früher Start bedeutet auch bei kurzem Aufenthalt mehr Zinseszins.

Konto-3a oder Fonds-3a?

Bei Horizonten von mehr als fünf bis zehn Jahren schlägt eine Fonds-3a ein Konto, das fast nichts abwirft, in der Regel deutlich. Eine Konto-3a ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie bald beziehen.

Wann kann ich die Säule 3a beziehen?

Normalerweise ab rund fünf Jahren vor dem Rentenalter. Früher beziehen können Sie für den Kauf des selbst bewohnten Eigenheims, beim definitiven Wegzug aus der Schweiz oder bei Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit.

Ich bin eine US-Person - gibt es einen Haken?

Möglicherweise. Die US-Steuerregeln für ausländische Fonds (PFIC) können eine Fonds-3a für US-Personen kompliziert machen - holen Sie deshalb Rat ein, bevor Sie ein Produkt wählen.

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