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Vermögen aufbauen · Pensionskasse (2. Säule)

Ihre Schweizer Pensionskasse (2. Säule / BVG), für Expats erklärt

Ihre berufliche Vorsorge ist Kapital, das Sie gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber aufbauen - und freiwillige Einkäufe können Ihre Steuerrechnung deutlich senken. Doch was damit bei einem Jobwechsel oder beim Wegzug aus der Schweiz geschieht, gehört zu Ihren grössten finanziellen Entscheidungen.

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  • Auf Expats zugeschnitten
Die Grundlagen

Was die 2. Säule ist

Die zweite Säule ist Ihre obligatorische berufliche Vorsorge (BVG) - Alterskapital, das Sie und Ihr Arbeitgeber gemeinsam finanzieren, zusätzlich zur staatlichen AHV-Rente.

Die Beiträge werden Ihnen jeden Monat vom Lohn abgezogen, und Ihr Arbeitgeber zahlt mindestens gleich viel dazu. Der Satz steigt mit dem Alter, ältere Mitarbeitende zahlen also höhere Beiträge als jüngere.

Jedes Jahr schickt Ihnen Ihre Kasse einen Vorsorgeausweis, der Ihr angespartes Kapital, Ihre voraussichtliche Altersrente, Ihre Todesfall- und Invaliditätsleistungen und - besonders wichtig - Ihr maximales freiwilliges Einkaufspotenzial ausweist.

Die 2. Säule ist ab einer Lohnschwelle obligatorisch, und wegen des «Koordinationsabzugs» ist nur ein Teil Ihres Lohns im Obligatorium tatsächlich versichert. Alles darüber, bis zur Obergrenze Ihrer Kasse, ist der überobligatorische Teil - und der zählt für Expats, die die Schweiz später verlassen könnten, besonders viel. Neben der Altersvorsorge bietet die Säule auch Invaliditäts- und Hinterlassenenleistungen für Sie und Ihre Familie.

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Illustratives Bild · Ein Schweizer Vorsorgeausweis
Steuerhebel

Freiwillige Einkäufe

Sie können zusätzlich in Ihre Pensionskasse einzahlen, um Beitragslücken zu schliessen, und der ganze Betrag ist von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehbar.

Ihr Vorsorgeausweis nennt Ihnen das genaue maximale Einkaufspotenzial, das Sie aufgebaut haben - typischerweise aus Jahren mit tieferem Lohn, aus einer Berufspause oder weil Sie erst mitten in Ihrer Laufbahn in die Schweiz gekommen sind.

Der Steuerabzug fällt im Jahr der Einzahlung an. Das macht Einkäufe besonders wirkungsvoll in Jahren mit hohem Einkommen oder Bonus, in denen ein grosser Abzug spürbar Einkommen aus Ihrer höchsten Steuerprogression wegnimmt.

Zwei Regeln sollten Sie im Kopf behalten. Erstens gilt nach einem Einkauf eine dreijährige Sperrfrist vor jedem Kapitalbezug - für Wohneigentum, Wegzug aus der Schweiz oder Pensionierung. Zweitens erhöht eine Verteilung der Einkäufe über mehrere Jahre in der Regel die gesamte Steuerwirkung, weil Sie jedes Jahr die Spitze Ihres Einkommens zum höchsten Grenzsteuersatz abtragen.

Bevor Sie überweisen, prüfen Sie immer die finanzielle Gesundheit Ihrer Kasse (ihren Deckungsgrad) und ihren Umwandlungssatz - beides bestimmt, wie viel Rente Ihr Kapital bei der Pensionierung tatsächlich bringt.

Lebensveränderungen

Jobwechsel und Wegzug aus der Schweiz

Ihr Kapital der zweiten Säule folgt Ihnen - in die Kasse eines neuen Arbeitgebers oder auf ein Freizügigkeitskonto, wenn Sie aus dem Erwerbsleben oder aus dem Land ausscheiden.

Wechseln Sie den Job, wandert Ihr angespartes Kapital in die Pensionskasse Ihres neuen Arbeitgebers. Es verschwindet nie, und die bereits geleisteten Arbeitgeberbeiträge verlieren Sie nicht.

Machen Sie eine Berufspause oder scheiden Sie aus dem Erwerbsleben aus, wandert es auf ein Freizügigkeitskonto, bis Sie wieder arbeiten. Viele Expats teilen ihr Kapital an diesem Punkt auf zwei Freizügigkeitsstiftungen auf, um die spätere Steuer auf den Bezug zu senken.

Verlassen Sie die Schweiz endgültig, teilen sich die Regeln in zwei. Ziehen Sie in die EU/EFTA, muss der obligatorische (BVG-)Teil in der Regel bis kurz vor das Rentenalter auf einem Freizügigkeitskonto bleiben. Der überobligatorische Teil kann oft als Kapital ausbezahlt werden. Ziehen Sie ausserhalb der EU/EFTA, lässt sich normalerweise das ganze Guthaben beziehen.

Bezüge werden einmalig zu einem reduzierten Kapitalleistungssatz besteuert, der vom Sitz der Freizügigkeitsstiftung abhängt - deshalb kann eine Beratung vor dem Wegzug finanziell einen echten Unterschied machen.

Entscheidung

Sollten Sie einen Einkauf tätigen?

Einkäufe sind für Gutverdienende mit freien Mitteln und einer gesunden Kasse oft klug - automatisch sinnvoll sind sie aber nicht.

Die Vorteile sind klar: ein grosser Steuerabzug im Jahr der Einzahlung und eine höhere Rente im Alter. Für einen Expat in einem Hochsteuerkanton mit einem Bonusjahr kann ein Einkauf einer der effizientesten Steuerschritte mit einer einzigen Zahlung sein.

Auch die Nachteile zählen. Ihr Geld ist gebunden, und einmal in der Kasse hängt sein künftiger Wert vom Deckungsgrad, von den Anlagerenditen und vom Umwandlungssatz Ihrer Kasse ab - der in der ganzen Schweiz seit Jahren sinkt. Dazu kommen Opportunitätskosten: Geld, das Sie einkaufen, legen Sie nicht selbst in ETF oder in Ihrer Säule 3a an.

Zwei harte Regeln. Kaufen Sie nie innerhalb von drei Jahren vor einem geplanten Kapitalbezug ein - Sie verlieren den Steuerabzug rückwirkend. Und stimmen Sie die Entscheidung immer mit Ihrer Säule 3a ab sowie mit einem geplanten Eigenheimkauf, damit sich die verschiedenen Steuervorteile addieren statt aufheben.

Pensionskassen-Einkaufsrechner

Wie viel könnte Ihnen ein Einkauf sparen?

Bewegen Sie die Regler, um zu sehen, wie viel Steuern Sie dieses Jahr mit einem freiwilligen Pensionskassen-Einkauf sparen könnten.

Geschätzte Steuerersparnis dieses Jahr
~CHF 6'000
  • Denken Sie daran: Vor jedem Kapitalbezug gilt eine dreijährige Sperrfrist.
  • Ein Einkauf erhöht zudem Ihre künftige Rente.

Ein Einkauf von CHF 20'000 könnte dieses Jahr rund CHF 6'000 Steuern sparen.

Nur indikativ, Stand 2025 - die tatsächliche Ersparnis hängt von Ihrem Kanton und Ihrem Einkommen ab; Ihr Einkaufspotenzial bestätigen Sie auf Ihrem Vorsorgeausweis.

Persönliche Hilfe

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Für wen ist das?

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Häufig gefragt

Pensionskasse (2. Säule) - Ihre Fragen, beantwortet

Was ist die Schweizer zweite Säule (BVG)?

Es ist Ihre obligatorische berufliche Vorsorge - Alterskapital, das Sie zusammen mit Ihrem Arbeitgeber zusätzlich zur staatlichen AHV-Rente aufbauen, samt Invaliditäts- und Hinterlassenenschutz. Sie und Ihr Arbeitgeber zahlen beide vom Lohn ein.

Was ist ein Pensionskassen-Einkauf?

Eine freiwillige Zusatzzahlung in Ihre Pensionskasse, um Beitragslücken zu schliessen. Der Betrag ist im Jahr der Einzahlung vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar - deshalb sind Einkäufe ein beliebter Steuerschritt.

Lohnen sich Pensionskassen-Einkäufe?

Für Gutverdienende mit freien Mitteln und einer finanziell soliden Kasse oft ja - der Steuerabzug ist erheblich. Beachten Sie aber die dreijährige Sperrfrist vor einem Kapitalbezug und wägen Sie ab, ob Sie das Geld nicht lieber selbst anlegen.

Was passiert mit meiner Vorsorge, wenn ich den Job wechsle?

Sie wird in die Pensionskasse Ihres neuen Arbeitgebers übertragen. Gibt es eine Lücke zwischen zwei Stellen oder scheiden Sie aus dem Erwerbsleben aus, wandert sie auf ein Freizügigkeitskonto, bis Sie wieder arbeiten.

Was passiert mit meiner 2. Säule, wenn ich die Schweiz verlasse?

Ziehen Sie in die EU/EFTA, muss der obligatorische Teil in der Regel bis kurz vor die Pensionierung auf einem Freizügigkeitskonto bleiben, während der überobligatorische Teil oft ausbezahlt werden kann. Die Regeln sind vielschichtig - holen Sie vor dem Wegzug Rat ein.

Soll ich zuerst einkaufen oder die Säule 3a ausschöpfen?

Viele füllen zuerst die Säule 3a, weil sie flexibler ist, und prüfen Einkäufe dann in Jahren mit hohem Einkommen. Die beste Reihenfolge hängt von Ihrem Einkommen, Ihrem Zeithorizont und der Gesundheit Ihrer Kasse ab.

Bereit, wenn Sie es sind

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