Die Schweizer Zusatzversicherung (VVG) für Expats, die mehr wollen
Die Grundversicherung deckt das Wesentliche ab - die Zusatzversicherung (VVG) bringt Ihnen private Spitalzimmer, Zahnbehandlungen, weltweiten Schutz und mehr. Sie ist freiwillig, mit Gesundheitsprüfung, und man schliesst sie am besten früh ab. Hier lesen Sie, wofür sich das Bezahlen wirklich lohnt.
- Unabhängig
- Kostenlose Beratung
- Auf Expats zugeschnitten
Was die Zusatzversicherung (VVG) ist
Die Zusatzversicherung ist eine freiwillige private Deckung über der obligatorischen Grundversicherung - und anders als dort dürfen die Versicherer Gesundheitsfragen stellen, Leiden ausschliessen oder Sie ablehnen.
Während die Grundversicherung durch das Bundesgesetz über die Krankenversicherung geregelt ist, untersteht die Zusatzversicherung dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) - auf Französisch der Loi sur le contrat d'assurance (LCA). Das ist mehr als eine juristische Fussnote: Es bedeutet, dass Leistungen, Preise und Aufnahme von jedem Versicherer in einem echten Wettbewerbsmarkt festgelegt werden - nicht durch einen fixen Katalog.
In der Praxis können zwei Personen mit ähnlichen Bedürfnissen sehr unterschiedliche Offerten für einen scheinbar gleichen Zusatzplan erhalten. Selbstbehalte, Wartefristen, Ausschlüsse und Anbieternetze variieren. Ebenso der Kundenservice - Schadenabwicklung und englischsprachiger Support sind für Expats wichtig.
Weil die Zusatzversicherung eine Gesundheitsprüfung kennt, erhalten Sie sie am einfachsten - und am günstigsten -, solange Sie jung und gesund sind. Versicherer können Vorerkrankungen ausschliessen oder die Deckung ganz verweigern. Stand 2025 verlangen die meisten VVG-Anbieter vor der Offerte einen kurzen Gesundheitsfragebogen; einige setzen für höhere Spitalstufen eine vollständige ärztliche Prüfung voraus.
Die wichtigsten Arten von Zusatzdeckungen
Die meisten VVG-Deckungen fallen in vier Familien: Ambulantes im Alltag, Spitalkomfort, Zahn und International.
Jede Familie schliesst eine andere Lücke der Grundversicherung:
- Ambulant / Alltag. Beiträge an Brillen und Kontaktlinsen, Alternativmedizin (Osteopathie, TCM, Homöopathie, Akupunktur), Fitness und Prävention (Fitnessstudio, Ernährungsberatung), nicht kassenpflichtige Medikamente, Vorsorgeuntersuchungen und Reiseimpfungen. Meist das flexibelste Modul und am einfachsten zu kürzen.
- Spital. Zwei Stufen über der obligatorischen allgemeinen Abteilung. Halbprivat heisst typischerweise Zweibettzimmer und freie Arztwahl in Ihrem gelisteten Spital. Privat heisst Einzelzimmer, Behandlung durch den Chefarzt und eine deutlich grössere Spitalwahl in der ganzen Schweiz - nützlich, wenn Sie die besten Spezialisten unabhängig vom Kanton wollen.
- Zahn. Routinebehandlungen (Zahnreinigungen, Füllungen) und Zahnkorrekturen für Erwachsene und Kinder. Die Grundversicherung deckt fast keine Zahnbehandlungen - darum ist dies das Modul, das Familien mit Kindern am häufigsten anschauen.
- Reise / International. Weltweite medizinische Behandlung, medizinische Rückführung, 24/7-Assistance und Deckung für Aufenthalte oder Geschäftsreisen ausserhalb der Schweiz - die Lücke, welche die begrenzte Auslandsvergütung der Grundversicherung offenlässt.
Wer was in Betracht ziehen sollte
Die richtige Zusatzversicherung hängt von Ihrer Lebensphase ab - nicht von einem Einheitspaket.
Junge Alleinstehende brauchen oft am wenigsten. Viele konzentrieren sich auf ein leichtes ambulantes Modul (Brillen, Alternativmedizin, Fitness) und eine Reisedeckung, wenn sie oft ausser Landes sind. Spital-Extras sind jetzt günstig, werden in den Zwanzigern aber selten genutzt - im Kern geht es darum, sich die Deckung zu sichern, bevor sich Ihre Gesundheit verändert.
Familien profitieren fast immer von einer Zahndeckung für die Kinder (Zahnkorrekturen sind teuer) und einem soliden ambulanten Modul für Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Spezialistenbesuche. Bei der Spitaldeckung läuft es darauf hinaus, ob Sie für Geburten und geplante Eingriffe freie Arztwahl möchten.
Wer Komfort und freie Arztwahl möchte, schaut sich die halbprivate oder private Spitaldeckung an. Das ist die klassische Ergänzung für Kader, und sie wird mit dem Alter deutlich nützlicher - gleichzeitig wird die Gesundheitsprüfung mit den Jahren strenger. Es ist deshalb das Modul, bei dem man das Zuwarten am meisten bereut.
Vielreisende, Grenzgänger und Personen mit starken Bindungen ins Ausland sollten sich die internationale Deckung genau ansehen. Die Grundversicherung vergütet Notfälle im Ausland nur bis etwa zum doppelten Schweizer Tarif, und nicht notfallmässige Behandlungen im Ausland sind gar nicht gedeckt.
Welche Zusatzdeckung passt zu Ihnen?
Kreuzen Sie alles Zutreffende an. Wir zeigen Ihnen, welche Deckungsfamilien einen genaueren Blick wert sind.
Kreuzen Sie links ein Feld an, um zu sehen, welche Deckungsfamilien in Ihrer Situation einen Blick wert sind.
Indikative Orientierung, Stand 2025 - ein kurzes Gespräch bestimmt die passenden Module.
Gesundheitsprüfung: warum das Timing zählt
Weil Zusatzversicherer nach Ihrer Gesundheit fragen dürfen, ist der beste Zeitpunkt zum Abschluss, bevor Sie die Deckung brauchen.
Ein Antrag auf Zusatzversicherung beginnt typischerweise mit einem Gesundheitsfragebogen zu aktuellen Leiden, Medikamenten, früheren Behandlungen und teils Lebensstilfaktoren. Je nach Ihren Antworten kann ein Versicherer Sie normal aufnehmen, einen Prämienzuschlag verlangen, bestimmte Leiden von der Deckung ausschliessen oder den Antrag ganz ablehnen.
Das hat drei praktische Konsequenzen. Erstens können Vorerkrankungen - selbst scheinbar Geringfügiges - in der späteren Police ausgeschlossen werden; wer gesund beantragt, schützt also künftige Leistungen. Zweitens haben Mutterschafts-Extras (Privatspital für die Geburt, Rooming-in) Wartefristen von typischerweise 9 bis 12 Monaten - Sie müssen sie also vor der Schwangerschaft regeln, nicht danach.
Drittens, und oft übersehen: Sie können Grund- und Zusatzversicherung bei verschiedenen Versicherern halten. Lassen Sie sich von der Zusatzversicherung nie an eine teure Grundversicherung binden. Die richtige Struktur ist meist, die Grundversicherung jedes Jahr nach dem Preis auszuwählen und die Zusatzversicherung bei einem Versicherer zu lassen, mit dessen Plan Sie zufrieden sind.
Was es kostet und wie Sie klug kaufen
Zusatzprämien hängen von Alter, Gesundheit und Deckungsniveau ab - kaufen Sie also nur, was Sie wirklich nutzen werden, und halten Sie die Grundversicherung getrennt.
Anders als bei der Grundversicherung steigen Zusatzprämien mit dem Alter und spiegeln das Risiko, das Sie persönlich mitbringen. Ein leichtes ambulantes Modul für eine gesunde 30-jährige Person kann wenige Franken pro Monat kosten; eine private Spitaldeckung für jemanden in den Fünfzigern kann in die Hunderte gehen. Das macht die Regel «Nur kaufen, was Sie nutzen» hier besonders wertvoll.
Drei Grundsätze zahlen sich aus:
- Kombinieren Sie nur wirklich nützliche Module. Paketangebote wirken attraktiv, enthalten aber oft Extras, die Sie nie beanspruchen. Rechnen Sie mit Ihrer tatsächlich erwarteten Nutzung.
- Halten Sie Grund- und Zusatzversicherung getrennt. So können Sie die Grundversicherung jedes Jahr zum besten Preis wechseln, ohne Ihre sorgfältig geprüfte Zusatzdeckung anzutasten.
- Überprüfen Sie regelmässig - aber mit Bedacht. Ein Wechsel der Zusatzversicherung bedeutet eine neue Gesundheitsprüfung - geben Sie gute Deckungen, die Sie vielleicht nicht zurückerhalten, also nicht leichtfertig auf. Passen Sie Module wenn möglich beim selben Versicherer an.
Finden Sie die Zusatzdeckung, die zu Ihnen passt
Erzählen Sie uns kurz von Ihrer Situation - ein Expat-Berater meldet sich innert eines Arbeitstages.
Schritt 1 von 3·Situation
Verwandte Guides & Tools
Krankenkassen-Hub
Überblick über den Schweizer Krankenversicherungsschutz für Expats.
ÖffnenGrundversicherung (KVG)
Das obligatorische Fundament - was sie abdeckt und kostet.
ÖffnenPrämien vergleichen
Sehen Sie das günstigste konforme Angebot für Ihre Postleitzahl.
ÖffnenDie Franchise wählen
CHF 300 vs. 2'500 - die Break-even-Rechnung.
ÖffnenKasse wechseln
Die Frist vom 30. November - ohne Deckungslücke.
ÖffnenTool - Prämienrechner
Schätzen Sie Ihre Prämie 2026 in unter einer Minute.
ÖffnenZusatzversicherung - Ihre Fragen, beantwortet
Ist die Zusatzversicherung in der Schweiz obligatorisch?
Nein. Obligatorisch ist nur die Grundversicherung (KVG). Die Zusatzversicherung (VVG) ist völlig freiwillig und wird darübergelegt, wenn Sie Extras wie private Spitalzimmer, Zahnbehandlungen oder weltweiten Schutz möchten.
Kann mir eine Zusatzversicherung verweigert werden?
Ja. Zusatzversicherer dürfen Gesundheitsfragen stellen und können Sie ablehnen, ein Leiden ausschliessen oder mehr verlangen. Darum ist es klug, sie abzuschliessen, solange Sie jung und gesund sind.
Kann ich Grund- und Zusatzversicherung bei verschiedenen Versicherern haben?
Ja - und oft sollten Sie das auch. Getrennt gehalten, können Sie Ihre Grundversicherung jedes Jahr frei zur günstigsten Option wechseln, ohne Ihre Zusatzdeckung anzutasten.
Was ist der Unterschied zwischen halbprivater und privater Spitaldeckung?
Halbprivat bedeutet typischerweise ein Zweibettzimmer und freie Arztwahl; privat bedeutet ein Einzelzimmer, Behandlung durch den Chefarzt und eine grössere Spitalwahl in der ganzen Schweiz.
Deckt die Zusatzversicherung Zahnbehandlungen?
Die Grundversicherung deckt keine Routine-Zahnbehandlungen. Zahnzusatzpläne vergüten einen Teil der Routinebehandlungen und Zahnkorrekturen - besonders lohnend für Kinder.
Soll ich sie vor oder nach der Ankunft regeln?
Richten Sie zuerst Ihre obligatorische Grundversicherung ein und regeln Sie die Zusatzversicherung bald danach. Wegen Gesundheitsprüfung und Wartefristen gilt: Je früher Sie beantragen, desto mehr bekommen Sie - und desto weniger kostet es.
Mehr als das Nötigste - ohne zu viel zu bezahlen?
Wir helfen Ihnen, nur die Zusatzmodule zu wählen, die ihren Preis wert sind - und sie sauber von Ihrer Grundversicherung zu trennen, damit Sie flexibel bleiben.
