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ETF-Anlegen von der Schweiz aus: ein günstiges globales Portfolio aufbauen

Ein robustes Schweizer ETF-Portfolio nutzt 2-4 breite UCITS-ETFs (z.B. globale Industrieländer-Aktien, Schwellenländer, globale Aggregate-Anleihen, optional Schweizer Aktien) bei einem günstigen Broker (Saxo, Swissquote, Interactive Brokers, Degiro) in einem normalen Depot, plus ein separates Wertschriften-3a (VIAC, finpension, Frankly) für den Säule-3a-Teil.

Übersicht

Aus Sicht einer in der Schweiz ansässigen Person ist der EU-domizilierte UCITS-Markt der Standard: riesige Auswahl, tiefe Kosten, keine US-Erbschaftssteuer-Exposition im Todesfall (relevant für Nicht-US-Personen ab USD 60'000 in US-domizilierten Wertschriften). Für US-Personen gilt ein anderes Regelwerk - siehe die Seite zur grenzüberschreitenden Steuerplanung.

Ihr Portfolio aufsetzen

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    Bestimmen Sie die Allokation nach Ziel und Horizont

    Zeithorizont unter 5 Jahren: Cash oder kurzlaufende Anleihen halten. 5-15 Jahre: 40-70% Aktien. 15+ Jahre: 70-100% Aktien. Machen Sie den Stresstest, indem Sie sich einen Einbruch von 30-50% vorstellen - würden Sie verkaufen, reduzieren Sie den Aktienanteil.

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    Wählen Sie 2-4 breite UCITS-ETFs

    Ein einfacher Kern: Vanguard FTSE All-World (VWRL/VWCE) oder iShares MSCI ACWI für globale Aktien; iShares Core Global Aggregate Bond (AGGH) für Anleihen. Optional ein Schweizer Aktien-ETF (CSSMI, SLICHA) als Heimwährungs-Beimischung - begrenzt auf 10-20%.

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    Wählen Sie den richtigen Schweizer Broker

    Saxo Bank Schweiz und Swissquote sind vollwertige Schweizer Broker. Interactive Brokers (Einheit in Irland/UK) bietet die tiefsten Gebühren, ist aber nicht schweizerisch. Degiro Schweiz ist kosteneffizient für kleine Portfolios. Vergleichen Sie Depotgebühren, FX-Spreads und Transaktionskosten.

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    Nutzen Sie das Wertschriften-3a für den steuerbegünstigten Teil

    VIAC, finpension und Frankly führen kostengünstige 3a-Portfolios (TER 0.39-0.48%, Stand 2025) mit bis zu 99% Aktienanteil. Behandeln Sie sie als Teil der Gesamtallokation, nicht als separaten Topf.

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    Automatisieren und rebalancieren Sie

    Richten Sie einen monatlichen Kauf ein, rebalancieren Sie, wenn eine Allokation mehr als 5 Prozentpunkte vom Ziel abweicht, und handeln Sie nicht auf Marktlärm. Die meiste Underperformance von Anlegern kommt vom Verhalten, nicht von den Produkten.

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    Denken Sie an die Vermögenssteuer

    Wertschriftenportfolios gehören zu Ihrem steuerbaren Vermögen. Ausschüttungen werden als Einkommen besteuert; Kapitalgewinne sind für Privatanleger in der Regel steuerfrei, sofern Sie nicht als gewerbsmässiger Händler eingestuft werden.

Häufige Fragen

Soll ich von der Schweiz aus US-ETFs oder UCITS-ETFs kaufen?+

Nicht-US-Personen mit Wohnsitz in der Schweiz sollten in der Regel UCITS nutzen - US-domizilierte ETFs lösen ab USD 60'000 US-Situs-Vermögen US-Erbschaftssteuer aus, und viele Schweizer Broker beschränken den Zugang zu US-ETFs für Privatkunden unter MiFID-/KID-Regeln.

Wie viel sollte ich in CHF-Anlagen halten?+

Es gibt keine perfekte Antwort. Ein üblicher Schweizer Ansatz sind 10-25% in CHF-Anlagen (Schweizer Aktien, CHF-Cash, CHF-Anleihen), um einen Teil der künftigen Ausgaben abzudecken und FX-Schwankungen zu dämpfen, der Rest global diversifiziert.

Sind ETF-Kapitalgewinne in der Schweiz steuerfrei?+

Für Privatanleger sind realisierte Kapitalgewinne auf Wertschriften in der Regel steuerfrei; Ausschüttungen (Dividenden, Coupons) sind als Einkommen steuerpflichtig. Thesaurierende ETFs weisen auch bei Wiederanlage steuerpflichtige Ausschüttungen aus.

Muss ich ausländische Depots deklarieren?+

Ja - alle ausländischen Wertschriftendepots gehören mit Jahresendwert und Bruttoertrag ins Wertschriftenverzeichnis Ihrer Schweizer Steuererklärung. Die Schweiz erhält über die meisten davon bereits CRS-Daten.

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