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Finanzberatung für Doppelbürger in der Schweiz

Zwei Pässe bedeuten selten zwei Steuerrechnungen - aber fast immer zwei Meldesysteme, zwei Erbrechtsordnungen und eine Banking-Spur über Grenzen hinweg.

Unabhängig Unverbindlich In der Schweiz reguliert
Kurz gesagt

Wer in der Schweiz lebt, ist hier steueransässig - egal wie viele Pässe im Schrank liegen: Die Schweizer Steuer folgt dem Wohnsitz, nicht der Staatsbürgerschaft. Die Ausnahme ist die US-Staatsbürgerschaft (und der US-Green-Card-Status), die lebenslang eine weltweite US-Steuerpflicht zusätzlich zur Schweizer Steuer auferlegt; für diesen Fall siehe unsere eigene US-Personen-Seite. Stand 2025 sind die praktischen Themen für Nicht-US-Doppelbürger: der automatische Informationsaustausch über Finanzkonten (CRS), der Ihre Schweizer Guthaben an jedes Land meldet, in dem Sie ebenfalls steueransässig sind oder, für einige Jurisdiktionen, die Staatsbürgerschaft halten; Erbrechtsregeln, die im Todesfall von mehr als einem Land beansprucht werden können; und Schweizer Banken, die Kontoeröffnungen nach Nationalität prüfen.

Was auf Sie zukommt

Was Doppelbürger in der Schweiz klären müssen

  1. 01

    Steuerwohnsitz vs. Staatsbürgerschaft - zwei verschiedene Tests

    Die Schweiz (und fast jedes andere Land ausser den USA und Eritrea) besteuert nach Wohnsitz, nicht nach Staatsbürgerschaft. In der Schweiz zu leben heisst volle Schweizer Steuer; Ihr zweiter Pass allein schafft keine zweite Steuerrechnung - aber er kann Melde- und Erbrechts-Exposure schaffen.

  2. 02

    Die Ausnahme US-Bürger

    Ist eine Ihrer beiden Staatsbürgerschaften die amerikanische, bleiben Sie der US-Bundessteuer sowie FBAR- und FATCA-Meldungen auf weltweitem Einkommen und Vermögen unterworfen, solange Sie die Staatsbürgerschaft halten - unabhängig vom Schweizer Wohnsitz. Das ist ein anderes Spiel und bekommt eine eigene Seite.

  3. 03

    CRS / automatischer Informationsaustausch

    Schweizer Banken melden Kontostände und Erträge unter dem OECD Common Reporting Standard an Ihr Land (oder Ihre Länder) des Steuerwohnsitzes - und viele Banken verlangen eine Selbstauskunft über jede Nationalität. Konsistente Unterlagen über Jurisdiktionen hinweg zählen.

  4. 04

    Grenzüberschreitende Erbfolge und Pflichtteile

    Nach dem Schweizer Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht können ausländische Staatsangehörige mit Wohnsitz in der Schweiz in vielen Fällen im Testament das Erbrecht ihres Heimatlandes wählen - was ändert, wer erbt, zu welchem Anteil und welche Pflichtteilsregeln gelten. Die Standardregel allein ist selten die richtige Antwort.

  5. 05

    Erbschafts- und Schenkungssteuer in zwei Ländern

    Selbst wenn die Schweiz in Ihrem Kanton zwischen Ehegatten oder an direkte Nachkommen keine Erbschaftssteuer erhebt, kann das andere Land der Staatsbürgerschaft oder des Vermögensstandorts auf denselben Nachlass eigene Erbschafts- oder Schenkungssteuern beanspruchen. Nur wenige Doppelbesteuerungsabkommen decken die Erbfolge ab.

  6. 06

    Banking und KYC über Jurisdiktionen hinweg

    Schweizer Banken beschränken, verweigern oder schliessen routinemässig Konten für Kunden mit bestimmten Zweitnationalitäten (allen voran US, aber auch andere) oder verlangen zusätzliche Dokumente. Eine Bank zu wählen, die Ihr Nationalitätenprofil wirklich bedient, spart wiederholtes erzwungenes Re-Onboarding.

  7. 07

    Nationalität der Kinder und künftige Mobilität

    Kinder von Doppelbürger-Eltern erwerben bei der Geburt oft beide Nationalitäten - was den künftigen Hochschulzugang, Militärpflichten, Banking und irgendwann ihre eigene Steuerlage beeinflusst. Das denkt man besser bewusst durch als aus Versehen.

Unverbindlich

Zwei Pässe, ein schriftlicher Plan

In 30 Minuten erfassen wir Ihren Schweizer Wohnsitz, Ihren CRS-Fussabdruck, Ihr Erbrechts-Exposure und (falls zutreffend) Ihren US-Rattenschwanz - damit der zweite Pass ein Vorteil ist, keine jährliche Überraschung.

Warum Doppelbürger mit uns arbeiten
Wohnsitz
Bestimmt die Schweizer Steuer - nicht die Staatsbürgerschaft
CRS
Kontodaten fliessen in jedes Wohnsitzland
IPRG
Rechtswahl für die Erbfolge ist möglich
CHF 0
Erstgespräch - unverbindlich
So arbeiten wir

So arbeiten wir mit Doppelbürgern

1 · Kostenloses Erstgespräch

30 Minuten, um Ihre zwei (oder mehr) Nationalitäten, Ihre Wohnsitzgeschichte und den tatsächlichen Standort Ihres Geldes zu erfassen.

2 · Eine grenzüberschreitende Roadmap

Ein schriftlicher Plan zu Schweizer Erklärung, Zweitland-Exposure, CRS-Hygiene, Banking und Erbfolge.

3 · Umsetzung, gemeinsam

Wir koordinieren bei Bedarf mit lokalen Spezialisten und prüfen neu, wenn sich Wohnsitz, Heirat oder Nachlasspläne ändern.

FAQ

Die häufigsten Fragen von Doppelbürgern

Zahle ich als Doppelbürger in beiden Ländern Steuern?
In der Regel nein - die Schweiz und fast jedes andere Land besteuern nach Wohnsitz, nicht nach Staatsbürgerschaft. Als Schweizer Ansässige zahlen Sie Schweizer Einkommens- und Vermögenssteuer auf weltweitem Einkommen und Vermögen; Ihr zweiter Pass allein löst keine zweite Steuerrechnung aus. Die grosse Ausnahme ist die US-Staatsbürgerschaft, die Sie lebenslang zu einer US-Erklärung über das weltweite Einkommen verpflichtet - Details auf unserer US-Personen-Seite.
Meldet meine Schweizer Bank mein Konto an mein anderes Land?
Ja, unter dem OECD Common Reporting Standard. Schweizer Banken ermitteln die Steuerwohnsitze jedes Kontoinhabers und melden Kontostände und Erträge jährlich über die ESTV an diese Steuerbehörden. Die Schweiz tauscht Daten mit über 100 Partnerjurisdiktionen aus. Als in der Schweiz ansässiger Doppelbürger werden die Schweizer Daten an die Schweiz gemeldet (und an andere Länder nur, wo Sie ebenfalls steueransässig sind).
Welches Erbrecht gilt, wenn ich in der Schweiz sterbe?
Standardmässig gilt das Recht Ihres letzten Wohnsitzes - für Schweizer Ansässige also Schweizer Recht. Das Schweizer Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht (IPRG) erlaubt es ausländischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in der Schweiz jedoch, im Testament das Erbrecht ihres Heimatlandes zu wählen - was bei Pflichtteilen und der Teilung zwischen Ehegatte und Kindern entscheidend sein kann. Wir empfehlen eine bewusste schriftliche Rechtswahl statt des Vertrauens auf den Standard.
Kann mich die Erbschaftssteuer in zwei Ländern treffen?
Ja - das ist ein reales Risiko. Die Schweiz hat nur sehr wenige Erbschaftssteuerabkommen (die meistgenutzten mit Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den USA und einer kleinen Handvoll weiterer). Für die meisten Länderpaare können grundsätzlich beide Jurisdiktionen denselben Nachlass besteuern - anknüpfend an den Wohnsitz des Erblassers, den Wohnsitz des Erben oder den Standort des Vermögenswerts. Ausländische Immobilien werden insbesondere meist dort besteuert, wo sie liegen.
Akzeptieren mich Schweizer Banken als Kunden mit zwei Nationalitäten?
Die meisten Schweizer Retailbanken akzeptieren Kunden mit zwei Nicht-US-Pässen problemlos. US-Doppelbürgern steht wegen der FATCA-Meldekosten eine deutlich engere Auswahl an Schweizer Banken offen. Wir helfen Ihnen, Banken vorzuselektieren, die Ihr Nationalitätenprofil wirklich bedienen - statt das Problem erst bei der Kontoeröffnung zu entdecken.
Soll ich meine zweite Staatsbürgerschaft aufgeben, um alles zu vereinfachen?
Aus rein finanziellen Gründen fast nie - ausser manchmal für US-Bürger, bei denen die laufende US-Steuer-Compliance wirklich teuer ist und das Verzichtsverfahren (samt Wegzugssteuer) klar definiert ist. Für Nicht-US-Doppelbürger sind die Kosten beider Pässe administrativ - Meldungen, Banking, Nachlassplanung - und normalerweise weit kleiner als der Wert der Optionen, die der zweite Pass bietet.
Nächster Schritt

Machen wir Ihre doppelte Staatsbürgerschaft einfach

Ein 30-minütiges Gespräch mit einem unabhängigen Hello-Expats-Berater - unverbindlich, kostenlos. Wir gestalten Schweizer Wohnsitz, Banking und Erbfolge rund um Ihre zwei (oder mehr) Pässe.

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