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Vor dem Umzug

Die Schweizer Quellensteuer erklärt für Neuankömmlinge

Mit einer B- oder L-Bewilligung zieht Ihr Arbeitgeber die Schweizer Einkommenssteuer im Quellensteuer-System jeden Monat direkt vom Lohn ab. Den Satz legt Ihr Kanton anhand eines Tarifcodes fest, der Zivilstand, Kinder und Konfession abbildet - typischerweise 6-25% des Bruttoeinkommens (Stand 2025).

Übersicht

Die Quellensteuer ist einer der am meisten missverstandenen Posten auf der Schweizer Lohnabrechnung. Sie ist keine Pauschalsteuer und nicht immer endgültig - Gutverdienende und Personen mit zusätzlichen Abzügen müssen eine ordentliche Steuererklärung (NOV) einreichen, um zu viel bezahlte Steuern zurückzuholen oder Nachforderungen zu begleichen.

Was Sie vor der ersten Schweizer Lohnabrechnung wissen sollten

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    Prüfen Sie Ihren Tarifcode

    Übliche Codes: A (ledig, keine Kinder), B (verheiratet, Alleinverdiener), C (verheiratet, beide erwerbstätig), H (alleinerziehend), jeweils mit Kirchensteuer-Varianten. Der falsche Code bedeutet, dass Sie jeden Monat zu viel oder zu wenig zahlen.

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    Der Kanton bestimmt den Satz

    Jeder Kanton publiziert seinen eigenen Tarif. Die Sätze in Zug oder Schwyz sind beim gleichen Bruttolohn deutlich tiefer als in Genf oder der Waadt.

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    Verstehen Sie die Schwelle von CHF 120'000

    Übersteigt Ihr Schweizer Bruttoerwerbseinkommen CHF 120'000 im Kalenderjahr, müssen Sie eine ordentliche Steuererklärung einreichen (NOV - Nachträgliche ordentliche Veranlagung) - die Quellensteuer wird zur Akontozahlung.

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    Erfassen Sie weltweites Einkommen und Vermögen

    Sobald Sie eine Steuererklärung einreichen, deklarieren Sie sämtliches weltweites Einkommen und Vermögen (besteuert nach den Regeln der Abkommen). Führen Sie von Anfang an Unterlagen über ausländische Konten, Immobilien und Anlagen.

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    Machen Sie Abzüge per NOV bis 31. März geltend

    Beiträge an die Säule 3a, PK-Einkäufe, Weiterbildungskosten, hohe Arztrechnungen und Zweitverdiener-Abzüge erfordern in der Regel eine NOV-Einreichung bis 31. März des Folgejahres, um zurückgeholt zu werden.

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    Planen Sie die Kirchensteuer aktiv

    Die Schweizer Kirchensteuer (~5-15% der Kantonssteuer) wird über Ihr Anmeldeformular ausgelöst. Gehören Sie keiner anerkannten Konfession an, deklarieren Sie 'konfessionslos', um nicht belastet zu werden.

Häufige Fragen

Wer zahlt in der Schweiz Quellensteuer?+

Ausländische Staatsangehörige mit B- oder L-Bewilligung (sowie Kurzaufenthalter und Grenzgänger) ohne Schweizer Bürgerrecht oder C-Bewilligung. Personen mit C-Bewilligung und Schweizer Bürger werden stattdessen über die ordentliche Steuererklärung besteuert.

Kann ich eine Quellensteuer-Rückerstattung erhalten?+

Ja - über eine Tarifkorrektur oder eine ordentliche Veranlagung (NOV). Häufige Gründe für Rückerstattungen: Beiträge an die Säule 3a, PK-Einkäufe, Weiterbildungskosten, Alimente und erhebliche Krankheitskosten.

Was passiert, wenn mein Ehepartner ebenfalls in der Schweiz arbeitet?+

Sie fallen beide unter Tarif C (Doppelverdiener). Der Arbeitgeber schätzt das Einkommen des anderen Ehepartners; weicht die Realität deutlich ab, reichen Sie zur Korrektur eine NOV ein.

Ist die Quellensteuer in jedem Kanton gleich?+

Nein - jeder Kanton legt seinen eigenen Tarif fest, und die Sätze variieren beim gleichen Einkommen um 30-50% zwischen steuergünstigen Kantonen (ZG, SZ, NW) und Hochsteuerkantonen (GE, VD, NE).

Muss ich mit B-Bewilligung eine Schweizer Steuererklärung einreichen?+

Obligatorisch ab CHF 120'000 Schweizer Bruttoeinkommen, bei erheblichem übrigem Einkommen oder Vermögen oder bei Schweizer Wohneigentum. Darunter freiwillig - meist lohnend, wenn Sie Säule 3a oder PK-Einkäufe abziehen können.

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