Nettolohn in der Schweiz: was Ihnen wirklich bleibt
Die meisten Angestellten in der Schweiz behalten rund 75-85% des Bruttolohns nach AHV/IV/EO (5.3%), Pensionskasse (3.5-9% je nach Altersstufe), Arbeitslosenversicherung (1.1% bis CHF 148'200), Nichtberufsunfallversicherung und - mit B-/L-Bewilligung - Quellensteuer. Gutverdienende in Hochsteuerkantonen landen eher bei 65-70%, Stand 2025.
Übersicht
Schweizer Lohnabrechnungen wirken zunächst ungewohnt. Für dauerhaft Ansässige gibt es keine Einkommenssteuer-Spalten, aber bei B-/L-Bewilligungen zieht der Arbeitgeber die kantonale Steuer direkt ab. Wer weiss, welche Abzüge gelten, kann das Angebot verhandeln und realistisch budgetieren.
Ihre Schweizer Lohnabrechnung entschlüsselt
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AHV/IV/EO - 5.3% Arbeitnehmeranteil
Alters-, Invaliden- und Erwerbsersatzversicherung. Obligatorisch ab Alter 17 auf Einkommen aus Anstellung, ab 18 auf selbständigem Einkommen. Keine Obergrenze bei der Beitragsbasis.
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2. Säule (BVG) - 3.5% bis 9% je nach Alter
Obligatorische berufliche Vorsorge für Angestellte mit einem Lohn über CHF 22'680. Der Satz steigt mit dem Alter (7% von 25-34, bis 18% von 55-65, geteilt mit dem Arbeitgeber). Viele Kassen bieten grosszügigere überobligatorische Pläne.
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ALV - Arbeitslosenversicherung
1.1% auf den ersten CHF 148'200 Jahreslohn, danach 0.5% auf dem übersteigenden Teil (Stand 2025). Der Arbeitgeber zahlt den gleichen Betrag.
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NBU - Nichtberufsunfall
Typischerweise 1-2%, von Ihnen bezahlt. Deckt Unfälle ausserhalb der Arbeit; Berufsunfälle deckt der Arbeitgeber.
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Quellensteuer
Gilt für B- und L-Bewilligungen sowie für Grenzgänger. Der Satz hängt von Kanton, Zivilstand, Kindern und Konfession ab - typischerweise 6-25% des Bruttolohns.
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Rechnen Sie personalisiert
Generische Rechner ignorieren Kanton, Gemeinde, Alter und Tarif. Nutzen Sie einen Schweizer Lohnrechner mit Ihren echten Parametern, um eine Überraschung von CHF 10'000+ zu vermeiden.
Häufige Fragen
Wie viel Steuern zahle ich auf einen Lohn von CHF 120'000 in der Schweiz?+
Eine alleinstehende Person mit B-Bewilligung in Zürich zahlt auf CHF 120'000 typischerweise rund 10-13% Quellensteuer (~CHF 13'000-15'500), plus Sozialabgaben von etwa 10-12% - es bleiben CHF 92'000-95'000 netto pro Jahr (Stand 2025).
Zahlt mein Arbeitgeber die Pensionskasse oder ich?+
Beide. BVG-Beiträge werden mindestens 50/50 geteilt; viele Arbeitgeber übernehmen 60-70% des Totals. Ihr Anteil wird vom Bruttolohn abgezogen und erscheint auf der Lohnabrechnung.
Ist der 13. Monatslohn in der Schweiz Standard?+
Sehr verbreitet, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben. Wo er angeboten wird, wird der Bruttojahreslohn typischerweise in 13 Zahlungen aufgeteilt; der 13. wird im November ausbezahlt oder zwischen Juni und Dezember aufgeteilt.
Warum ist meine erste Lohnabrechnung tiefer als erwartet?+
Drei übliche Gründe: Die Quellensteuer wird auf dem annualisierten Lohn berechnet, sodass ein angebrochener erster Monat höher besteuert wird; die Pensionskassenbeiträge greifen sofort; und die Nichtberufsunfallversicherung kann rückwirkend abgezogen werden.
Kann ich bei der Quellensteuer automatisch etwas abziehen?+
Standardabzüge (Berufsauslagen, Grundversicherung, Kinderabzüge) sind im Tarif eingebaut. Für Säule 3a, grosse PK-Einkäufe oder Immobilienkäufe reichen Sie bis 31. März des Folgejahres eine Steuerkorrektur (NOV) ein.
